Die erste Spielemesse am Rhein
Das monatelange Tauziehen zwischen den Städten Leipzig und Köln in Sachen Spielemesse entschied die Stadt am Rhein für sich und setzte mit der Gamescom im Jahr 2008 neue Maßstäbe.Nachdem man zunächst befürchtet hatte, dass der Umzug auf ein neues Messegelände in eine andere Stadt die Besucherzahlen schmälern könnte, wurden die Pessimisten eines Besseren belehrt.
Schon die Infrastruktur der Stadt Köln sowie die Anzahl der zur Verfügung stehenden Hotelzimmer mit 26.000 Betten lockte unzählige Besucher in die Rheinstadt, die sowohl aus dem nahe gelegenen Ausland der Beneluxstaaten als auch aus dem Ruhrgebiet mit vielen Interessenten rechnen ließ. Hier standen allerdings die höheren Zimmerpreise auf der Negativliste.
Zahlreiche Aussteller vor Ort auf der Spielemesse
Die Anzahl der Aussteller lässt mit 503 auf Weltniveau schließen. Auch Nintendo als japanischer Anbieter war hier erstmals wieder vertreten und die Neueinführung der Sony Playstation 3 Slim hatte an dieser Stelle genau den richtigen Europa-Standort für die Markteinführung gewählt, ebenso wie der Online Game Hersteller der Ponyrama vorgestellt hat. Lediglich Microsoft wusste mit seinem Angebot nicht zu überzeugen, denn der Stand war leider sehr übersichtlich sortiert.
Die Eintrittspreise waren nur geringfügig teurer als beim Leipziger Vorläufer und für 12,50 Euro konnte sich jeder Interessierte wohl den Tag auf dem Kölner Messegelände erlauben. Natürlich gab es auch reduzierte Preise für alle Schüler und Studenten, die für 8,- Euro den Zugang erhielten. Einen neuen Rekord in Sachen Besucherzahlen konnte der Messebetreiber nach Ablauf der fünf Veranstaltungstage vermelden: 245.000 Menschen hatten sich für die Präsentation der neuesten Videospiele interessiert und somit übertrifft Köln damit den Leipziger Konkurrenten auch in dieser Hinsicht um ein Vielfaches. Hier darf man natürlich nicht vergessen, dass im nahen Einzugsgebiet der Stadt rund 21 Millionen Menschen zu Hause sind.
Positives Fazit der Veranstalter zur Spielemesse
Trotzdem bedauerten viele Fans den Umzug der Spielemesse, da sich die Stadt Leipzig seit dem Jahr 2002 einen guten Ruf mit der Games Convention Spielemesse erarbeitet hatte, dessen Lorbeeren nun andere ernten. Insgesamt muss jedoch deutlich werden, dass das Kölner Messegelände schon aufgrund seines großen Platzangebotes viele Vorteile für die Aussteller und Besucher bot. Als zusätzliches Bonbon der Veranstalter kann man die im Vorfeld stattfindende Konferenz der Videospiel-Entwickler nennen, die mit David Cage (Spiel „Fahrenheit“) und Peter Molyneux (Spiel „Populus“) zwei Zugpferde der Branche für Referate geladen hatten. Es bleibt den Kölnern zu wünschen, dass die Gamescom Spielemesse wirklich zur größten Spielemesse anvanciert, wie es sich die Veranstalter gewünscht haben.
